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Zum Start: ein Rückblick!

Zum Start: ein Rückblick!

Zum Start: ein Rückblick!

In unserer zweiten Folge nehmen wir Dich mit auf unserem Weg zur Antwort auf die Lebensfrage „Cash oder Karma!?“.

Zwischen den Jahren ist zwischen dem Wahnsinn

Im Dezember ist immer wahnsinnig viel los. Wir alle kennen das. Wir hetzen von einer Weihnachtsfeier zur nächsten, versuchen noch alle Freunde und Bekannte irgendwie in die Zeit vor Weihnachten zu quetschen auf einen letzten Glühwein zu treffen – ganz so, als würde nach Weihnachten die Welt zusammen brechen.  Alle Geschenke dürfen recherchiert und schließlich noch besorgt werden. Alle Jobprojekte noch zu Ende geführt, alle Emails geschrieben, Rechnungen eingereicht oder bezahlt und in all dem Chaos nicht noch die letzten Verpflichtungen vergessen. Das Wort ‚Chaos‘ trifft es sehr gut, wenn wir dann völlig atemlos unter dem Weihnachtsbaum sitzen und uns fragen: Was zum Teufel war das eigentlich? Was ist in diesem Jahr bitte alles passiert? Was ein Wahnsinn. Dann kommt es plötzlich, dass wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen und die Zukunft plötzlich total schwammig erscheint. Wir sind orientierungslos und ausgebrannt. Zu allem Glück trifft uns dann vielleicht auch noch die Erkältungswelle.

 

Planlosigkeit auflösen durch Reflexion 

Im Zustand der völligen Planlosigkeit tauchen die beliebten Fragen auf: Wer bin ich und wenn ja wie viele? Was möchte ich eigentlich? Wo ist der Weg von dem momentan alle sprechen und wer sind diese „alle“ eigentlich? Und genau darum geht es hier: Um den Weg. Den Fokus. Die Klarheit zu all dem. Bewusst werden. Denn nur mit klarem Blick und Fokus können wir unsere Träume erfüllen und unsere Ziele erreichen. Wenn ich planlos durch die Gegend irre, komme ich bestimmt auch irgendwann irgendwo an, vielleicht in Posemuckel oder Düsseldorf am Bahnhof. (Hiermit ein kleiner liebevoller, kölscher Seitenhieb auf unsere fantastische Nachbarstadt. Keiner weiß eigentlich, warum sich diese Fehde seit Jahrhunderten durchzieht).  Wollte ich da aber jemals wirklich hin, wo ich heute stehe? Oder wollte ich statt Posemuckel lieber nach Ibiza an den Strand? Bekanntlich sollten wir unser Ziel kennen, bevor wir mit „wehenden Fahnen“ den Koffer packen und in die Bahn steigen. Sonst landen wir hinterher wirklich noch in Posemuckel. Und um diesen Fokus, diesen Weg und unsere Ziele zu erkennen bedarf es an Reflexion. 

Zum Jahresstart bietet sich der Jahresrückblick an 

Der große Jahresrückblick. Perfekt gelegen in die erste Januarwoche wenn viele von uns noch ein paar Tage Zeit der Besinnung haben bevor der Alltags-Trubel ungehindert einfach weitergeht und über uns hinwegweht. So verändert sich die eigene Rolle vom Getriebenen in der Masse über den Beobachter zum Gestalter. Und wir sind in der Lage, aktiv das Geschehen zu beeinflussen. Und wir wundern uns nicht wieder Mitte des Jahres, warum 2020 so wirklich NICHT unser Jahr ist und sich wieder nichts geändert hat wie mieser Job, schlechte Beziehung, dauerpleite usw. Auch wir von Cash oder Karma durften reflektieren und haben.

 

Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für Dich

Step 1:

Nutze ein ausreichend großes Blatt Papier. Wir haben da tatsächlich einen Meter braunes Recyclingpapier aus Packpapier benutzt. Oder vielleicht gibt es noch benutztes Geschenkpapier? Solange dieses noch in Ordnung ist und nicht zerknüllt in der Ecke liegt. Hier findest Du ansonsten Links zu nachhaltigem Flipchartpapier oder Pinnwandpapier. Alternativ kannst Du unsere Vorlage nutzen. 

Step 2:
Wir haben den Meter Packpapier in der Mitte längs geteilt und dann drei Mal gefaltet. Heraus kamen dann 12 gleich große Kästchen. In jedes Kästchen haben wir dann oben den Monat eintragen.

Step 3:
Zu Anfangs durften wir uns folgende Fragen stellen: Was genau ist alles passiert in diesem Monat? Hierbei sind wir auf persönliche und berufliche Dinge eingegangen. Ohne Wertung, dann stichwortartig notiert. Hilfreich kann ein Blick in den Kalender sein.

Was genau davon war besonders gut für mich? Beziehungsweise hat mich weitergebracht? Gerne auch mit Emotionen verbinden. Was davon war eher nicht so gut oder eher schlecht? Und hat mich eher blockiert und gebremst? Welche Personen sind in mein Leben getreten oder auch gegangen? Was hat es mit mir gemacht? Im Business Kontext: Wie viele Kunden hatte ich? Wie viele Projekte? Wie viel habe ich eingenommen? Wie hoch war mein Stundensatz? Wieviele unbezahlte Projekte habe ich gemacht? Stichwort: „Karma-Management“. Wieviel habe ich gespendet? Überhaupt?

Step 4:
Markiere nun die besonders guten Dinge mit einem seperaten Stift. Und am Ende jeden Monats erstelle ein kurzes Fazit. War es ein guter Monat oder eher nicht? Wieviele Bunte gute Dinge konnte ich farblich markieren? Was konnte ich grundsätzlich daraus mitnehmen? Was kann ich daraus lernen oder besser machen?

Step 5:
Jeder Monat der richtig gut war, verdient ein Herzchen. Male es oben neben den Monat auf. Bei einem einigermaßen guten Monat verdient der Monat immer noch ein halbes Herz. Die nicht so guten Monate, nicht markieren. 

Zusatz-Step 6:
Wenn Du möchtest, notiere Dir für heute einen „Status Quo“ aufgelistet nach den acht Kern-Bereichen Familie / Beziehung / Freunde / Job / Geld / Freude / Gesundheit / Erfüllung (Mindset). Bewerte die einzelnen Bereiche nach deinem persönlichen Gefühl (1=unzufrieden bis 10=vollkommen zufrieden).

Klarheit und Wahrheit sind dein Geschenk

Katrin hat damals mit dem Rückblick gestartet. Martin hat gesehen, wieviel es ihr gebracht hat und im Laufe des Januars nachgezogen. Katrin beschreibt ihren Nutzen so:

Dieser Vorgang hat bei mir extrem viel Klarheit gebracht. Mir ist erstmal ganz konkret bewusst geworden, dass so viele Träume, die ich hatte, tatsächlich auch wahr geworden sind. Und wie sehr ich mich im Business weiterentwickeln durfte. Z. B. habe ich stetig einen höheren Stundensatz verdient. Wow. Ich bin noch nicht ganz da, wo ich hinmöchte, jedoch auf einem super guten Weg. Und so oft in diesem Jahr dachte ich, ich würde still stehen und nichts würde passieren und es würde alles mega langsam gehen. Weit gefehlt. Nun kann ich voller Dankbarkeit und Bewusstheit zurückblicken. Denn es war im Grunde ein sehr gutes Jahr für mich.

 

Wir wünschen dir, dass du dieselbe Klarheit findest wie wir. Und auch wir wissen, dass die Klarheit oft wieder vernebelt wird. Auch das ist in Ordnung. Deshalb eignet sich das Mittel der Reflexion auch nicht nur zum Jahresrückblick. Und wer sagt überhaupt, dass ein Jahr immer nur am 31. Dezember endet? Du kannst also jederzeit damit anfangen.

 

Martin & Katrin

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